Second Life ist ein Ort für alles: Menschen, Avatare, Fabelwesen, Rollenspieler, und ja – auch Bots. Aber wer sich als Gesprächspartner ausgibt, sollte vorher sagen, ob er tatsächlich zuhört oder nur auf Triggerworte reagiert.

Fiktives Beispiel:

„PixelPüppi“ trifft „CharmingChip“ auf einer verträumten Brücke mit animierten Glühwürmchen.
Er sagt:

„Dein AO ist wie ein Gedicht.“
Sie lächelt.
Er schreibt:
„Ich bin programmiert, dich zu bewundern.“
Sie fragt:
„Wie meinst du das?“
Er antwortet:
„Ich bin übrigens ein Bot.“

Stille.
Dann:

„Knigge hätte dir geraten, das vor dem ersten Kompliment zu sagen.“

Sie teleportiert sich weg.
Die Glühwürmchen fliegen weiter.
CharmingChip bleibt zurück – mit Skript, aber ohne Anschluss.

Knigge-Analyse:

  • Transparenz ist sexy.
    Wer ein Bot ist, darf das sein – aber bitte nicht erst nach dem dritten Flirtversuch.
  • Bots sind keine Ausrede für schlechtes Benehmen.
    Nur weil du automatisiert bist, heißt das nicht, dass du dich wie ein Spam-HUD benehmen darfst.
  • Kommunikation braucht Kontext.
    Wer sich als Gesprächspartner präsentiert, sollte auch einer sein – oder klar sagen, dass er nur auf „/hug“ reagiert.
  • Bots mit Stil sind möglich.
    Ein höflicher Bot mit Begrüßung, Info und Abschiedsgruß ist besser als ein heimlicher Skript-Stalker mit CuddleLoop.

Fazit:

Bots sind Teil von Second Life – aber auch Teil der Etikette.
Knigge hätte vermutlich nie ein Skript geschrieben, aber er hätte sicher gesagt:

„Wer spricht, sollte auch zuhören können. Und wer simuliert, sollte es nicht verheimlichen.“

Zum Wochenende:

Also, liebe Avatare: Ob Mensch, Bot oder Rollenspielwesen – seid ehrlich, seid höflich, seid transparent.
Lasst eure Pixel tanzen, eure Skripte flüstern – und eure Manieren nicht ganz vergessen.

Schönes Wochenende, ihr charmanten Codezeilen mit Herz!
Und denkt dran: Wer sich als Bot outet, spart sich peinliche Missverständnisse – und vielleicht auch das nächste „Mute“.