Willkommen zurück zur pixelgepflegten Benimm-Offensive!
Heute geht’s um das Feature, das Second Life in ein akustisches Abenteuer verwandelt: den Voice-Chat.
Ein Ort, an dem aus Avataren plötzlich Opernsänger, Dauerredner oder Mikrofon-Krächzer werden – und wo man sich fragt, ob Knigge nicht längst ein Headset gegen den Kopf geworfen hätte.

Oder wie er heute sagen würde:
„Wer spricht, sollte auch zuhören können – und sein Mikro kennen.“


Regel Nr. 11: Voice ist kein Monopol.

Nur weil du ein Mikro hast, heißt das nicht, dass du es durchgehend benutzen musst.
Voice-Chat ist ein Dialog – kein Dauer-Podcast mit unfreiwilligem Publikum.

Fiktives Beispiel:

„PixelPüppi“ betritt eine gemütliche RP-Taverne.
Plötzlich ertönt eine Stimme:
„HALLO? HÖRT MICH JEMAND? ICH BIN NEU HIER!“
Dann:
– Atemgeräusche
– Tastaturgeklapper
– Ein bellender Hund
– Und jemand, der im Hintergrund fragt, wo die Chips sind

„PixelPüppi“ tippt höflich:
„Vielleicht kurz Push-to-Talk aktivieren?“
Die Stimme antwortet:
„ICH HÖR DICH NICHT, ICH BIN AUF VOICE!“
Stille.
Dann:
„Knigge hätte dir geraten, vorher dein Mikro zu testen. Und deinen Hund zu füttern.“


Knigge-Analyse:

  • Voice ist ein Angebot, kein Zwang.
    Wer nicht sprechen will, muss nicht. Wer spricht, sollte wissen, wie.
  • Push-to-Talk ist Zivilisation.
    Dauerrauschen, Atemzüge und Hintergrunddramen sind kein Feature – sie sind ein Grund zum Muten.
  • Lautstärke ist keine Meinung.
    Wer schreit, hat nicht automatisch recht. Nur ein übersteuertes Mikro.
  • Respekt beginnt mit Zuhören.
    Wer Voice nutzt, sollte auch Pausen machen – und nicht wie ein Radiomoderator auf Speed durch den Abend reden.

Fazit:

Voice-Chat kann Nähe schaffen – oder Ohrenbluten.
Knigge hätte vermutlich nie ein Headset getragen, aber er hätte sicher gesagt:
„Wer spricht, sollte wissen, wann man besser schweigt.“


Zum Wochenende:

Also, liebe Avatare: Sprecht, lacht, singt – aber mit Stil.
Lasst eure Stimmen glänzen, eure Mikros flüstern – und eure Manieren nicht ganz vergessen.
Schönes Wochenende, ihr charmanten Push-to-Talk-Pioniere!
Und denkt dran: Wer zuhört, wird gehört. Wer brüllt, wird gemutet.